Nervenstärke und Aufschlagsserien - volle Ausbeute beim Heimspieltag.

Die Vorzeichen für unsere 1. Damen standen vor dem ersten Heimspieltag alles andere als gut. In den letzten Wochen konnte man nur unregelmäßig mit guter Beteiligung trainieren und die Abstimmung war noch lange nicht gefunden. Das Donnerstagtraining konnte dann aber mit elf Spielerinnen effektiv genutzt werden, was sich auszahlen sollte.

 

1. VV Vechta vs. GW Brockdorf - 3:0 (25:20, 25:20, 26:24 - 69 min.)

 

Der erste Satz gegen Brockdorf verlief lange ausgeglichen. Beide Mannschaften haben auf ähnlichem Niveau die Side-Out Situationen ausgespielt und dabei ähnlich viele individuelle Eigenfehler in Annahme und Block/Abwehr gemacht, bis Celine Heckmann und Daniela Dellwisch den Satz durch starke Aufschlagsserien entscheiden konnten. Zudem haben die Zuspielerinnen Sarah Schmedes und Kathrin Stegemann einen starken Satz gespielt und aus vielen schwachen Annahmesituationen noch unsere Angreifer in Szene setzen können. Somit stand ein verdienter Satzgewinn nach 23 Minuten fest. Der zweite Satz verlief ähnlich: durch eine stabile Annahme um Hanna Wessendorf, Pauline Scheele und Libera Theresa Uhlenkamp konnten die teils starken Brockdorfer Aufschläge schnell entschärft werden und wir immer zu schnellen Punkten über die Mitte gelangen. Zum Ende des Satzes sorgte Sophia Brackland dann noch durch ein platziertes Aufschlagsspiel für Annahmefehler auf Brockdorfer Seite, was zum Satzgewinn reichen sollte - bereits jetzt war aber zu erkennen, dass der GWB vor allem durch seine starken Mittelangreifer immer besser ins Spiel fand. Im dritten Satz musste man dementsprechend lange einem Rückstand hinterherlaufen und der Satz schien beim 20:24 auch schon entschieden, bis Daniela Dellwisch am Aufschlag die Nerven behielt und zudem die gegnerische Annahmereife so unter Druck setzte, dass wir immer wieder aus der ersten Block-/Abwehrsituation punkten konnten. Zudem veränderte das Trainergespann den Annahmeriegel und brachte Verena Stegemann ins Spiel, was sich auch direkt bezahlt machen sollte. Der Glaube an einen Satzgewinn war wieder da und mit dem 26:24 konnten wir die ersten Punkte der Saison feiern. Allerdings hätte man sich auch nicht über weniger Punkte beklagen dürfen - das 3:0 spiegelt nicht wirklich den Spielverlauf wieder. Dank Nervenstärke konnte man aber alle drei Zähler in Vechta behalten.

 

1. VV Vechta vs. DJK Füchtel Vechta - 3:1 (25:20, 25:20, 15:25, 25:22 - 80 min.)

 

Nachdem der erste "Dreier" der Saison eingefahren war, musste man anschließend gegen die favorisierte Mannschaft der DJK antreten. Mit Sina Thoben im Außenangriff und Han Vuong auf der Liberaposition hatte das Trainergespann Veränderungen im Annahmeriegel vorgenommen, die sich in den ersten beiden Sätzen auch auszahlen sollten. Die DJK ist immer wieder ein hohes Risiko in Aufschlag und Angriff gegangen, was allerdings nicht zum Erfolg führen sollte. Pauline Scheele, Daniela Dellwisch und Celine Heckmann punkteten immer wieder im Angriff und so war bereits nach 41 Minuten eine 2:0 Satzführung herausgespielt. Bemerkenswert dabei: eine Aufschlagsserie von Sina Thoben vom 4:7 zum 15:7. Zum Ende des zweiten Satzes schien man sich der eigenen Sache aber schon zu sicher, sodass wiederum Wechsel im Annahmeriegel notwendig wurden, die sich allerdings nicht auszahlen sollten. Füchtel konnte den Druck im Aufschlag durchbringen und anschließend immer wieder schnell punkten, wenn wir den Ball überhaupt im Spiel halten konnten - im Ergebnis ein katastrophaler Satz von uns. Der vierte Satz sollte - trotz deutlicher Ansprache in Annahme und Abwehr schneller zu verschieben - lange ähnlich verlaufen. Eine eigene Auszeit beim 2:8 und eine gegnerische Auszeit beim 8:13 aus unserer Sicht zeigen, dass wir nur noch darum bemüht waren den Anschluss nicht komplett zu verlieren. Die zweite Auszeit musste die DJK beim 19:18 nehmen - was war passiert? Anscheinend hatte auf unserer Seite niemand so recht Lust auf einen Tie-Break und plötzlich hatte man in Block und Abwehr immer noch irgendwie eine Hand am Ball. Zudem konnte die wieder eingewechselte Hanna Wessendorf durch Spielintelligenz überzeugen und hat immer wieder die Lücke in der gegnerischen Feldabwehr gefunden. Auch unser Blockspiel um Daniela Dellwisch und Celine Heckmann sollte wieder funktionieren und so hatten die DJK Angreifer wieder mehr Probleme den schnellen Punkt zu machen. Mit Händen und Füßen wurde sich dem drohenden Tie-Break entgegen gestellt, was dann auch belohnt werden sollte, als die DJK durch einen Angriffsfehler das Spiel zu unseren Gunsten beendete. Auch in diesem Spiel hätte man sich über eine Niederlage nicht wundern dürfen. In einem ganz klassischen Aufschlag/Annahme Spiel waren wir im Endeffekt ein klein wenig nervenstärker, was uns zumindest schonmal bis zum 15.12. zum Derbysieger macht.

 

Im Anschluss an beide Spiele konnte man noch den Sponsoren Hamit Koc von AutoRuf Vechta und Klaus Wessendorf von Wessendorf - Datenschutzberatung bei gemeinsamen Fotos ein großes Dankeschön für die Unterstützung und Ausrüstung aussprechen. Nächste Woche sollen dann in Delmenhorst die nächsten Zähler eingefahren werden. #scheppernmussdas

 

Kader: Han Vuong, Sophia Brackland, Theresa Uhlenkamp, Celine Heckmann, Hanna Wessendorf, Sina Thoben, Verena Stegemann, Kathrin Stegemann, Sarah Schmedes, Pauline Scheele, Daniela Dellwisch.