1. Damen gewinnt Krimi in Löningen

Unsere Erste konnte nach dem Auswärtssieg in Wildeshausen direkt nachlegen und die nächsten beiden Zähler einfahren: in einem spannenden und vom Niveau her starken Bezirksklasse-Spiel konnte man sich am Ende verdient durchsetzen.

 

VfL Löningen II vs. 1. VV Vechta 2:3 (25:23, 13:25, 20:25, 25:21, 12:15, 97 min.)

 

Als Hanna Wessendorf im ersten Satz mit ihren druckvollen Aufschlägen schnell eine 5:0 Führung erzeugte, glaubte man schon an einen entspannten Nachmittag, vor allem da Löningen im ersten Spiel des Tages schon gegen Brockdorf nicht zu überzeugen wusste. Dann hat sich aber wie immer herausgestellt, dass uns der erste Satz einfach nicht liegt: mangelnde Einsatzbereitschaft in Abwehr und Annahme, schlechtes Block-Timing und Fehlaufschläge am Fließband - auf einmal lag man mit 21:24 hinten. Taktischer Wechsel am Aufschlag: Daniela Dellwisch für Verena Stegemann. Es folgten Punkt 22 und 23 und Löningens Trainer nahm zeitgleich zum Pfiff der ersten Schiedsrichterin eine Auszeit. Der Ball wird angeworfen, aber aufgrund der Hektik zwischen 2. Schiedsrichterin, die leicht verzögert zurückwies, dem Löninger Trainer und einer 1. Schiedsrichterin, die ungläubig in Richtung dem beschriebenen Spektakel guckt, wieder aufgefangen. Aufschlagfehler und Satzgewinn Löningen. Auf unserer Seite war man sich sicher, dass das Schiedsgericht die Handzeichen zur Auszeit und zum Doppelfehler schon zeigte, aber dem war wohl nicht so. An dieser Stelle entschuldigen wir uns nochmal beim Brockdorfer Schiedsgericht für die lautstarken Proteste, mit Sicherheit nicht das leichteste Spiel zum Pfeifen. 

 

Was dann folgte war das Abbrennen eines Feuerwerks: Daniela Dellwisch für Lea Blömer in den Block, Pauline Scheele für Sina Thoben in den Außenangriff und eine in Annahme und Abwehr überragende Libera Sarah Schmedes sorgten dafür, dass das Team um die wiederum stark aufspielende und immer wieder motivierende Kapitänin Hanna Wessendorf über 16:7 zum 25:13 der Löninger Landesliga-Reserve die Grenzen aufgezeigt hat. Der Zugriff im Block war wieder da und auch die "dreckigen" Punkte und langen Ballwechsel konnten wir für uns entscheiden. Man war wieder drin im Spiel und auch wenn der nächste Satz etwas unkonzentrierter angegangen wurde, konnte man auch diesen mit 25:20 souverän für sich entscheiden. Anschließend passierte das, was passieren musste. In allen Aktionen war man sich zu sicher, man brauchte zu viele Anläufe um die schnellen Punkte zu machen und auch die langen Ballwechsel gingen unglücklich verloren. Auch die im Zuspiel  eingewechselte Sophia Brackland konnte daran nichts mehr ändern. Dann sollte sich im Tiebreak die ganze Dramatik noch einmal zuspitzen: man verspielte wiederum eine 8:4 Führung und lag anschließend mit 9:12 (!) hinten. Celine Heckmann kam über die Mitte im Angriff nicht mehr durch, Lea Blömer kam wieder ins Spiel und machte den wohl wichtigsten Punkt des Satzes zum 10:12 und rotierte anschließend auf die 1: Rückwechsel und Aufschlag Vechta. Jetzt behielt Celine Heckmann die Nerven und entzauberte die Löninger Annahme mit 5 wuchtigen Aufschlägen, die nur alle minimal über die Netzkante flogen und auch genauso gut an dieser hätten hängen bleiben können. 

 

Das Trainerteam analysierte anschließend mit gemischten Gefühlen: "Eigentlich müssen wir das Spiel im vierten Satz schon entscheiden, trotzdem müssen wir ein Kompliment an die Mannschaft aussprechen, dass sie nach jedem Rückschlag wieder zurück in das Spiel gefunden hat. Das war alles in allem eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der wird eigentlich niemanden hervorheben wollen. Aber was Sarah da in ihrem ersten Spiel als Libera gezeigt hat, das war teilweise schon beeindruckend. Jetzt richten wir den Fokus auf den schwierigen Heimspieltag am 2. Dezember, wenn wir den ungeschlagenen Tabellenführer Lindern entzaubern wollen."

 

Kader: Sarah Schmedes, Verena Stegemann, Kathrin Stegemann, Celine Heckmann, Hanna Wessendorf, Sina Thoben, Daniela Dellwisch, Pauline Scheele, Theresa Uhlenkamp, Lea Blömer, Sophia Brackland.